Autogasbetrieb in Deutschland

Seit dem zweiten Weltkrieg wird Autogas (ganz früher gab es noch Holzgas) eingesetzt und wurde lange zeit als der Brennstoff von “vorgestern” belächelt. Er ist daher der am meisten eingesetzte alternative Kraftstoff.

Es besteht aus verschiedenen Gasen (C3H8 oder C4H10) oder deren Abwandlungen. Es entspricht dem Flüssiggas. Er wird als Heizenergie oder in den gleichnamigen Feuerzeugen verwendet und ist daher regelmäßig im Alltag in Gebrauch. Autogas ist nicht giftig. Entgegen der landläufigen Meinung ist sein Einsatz daher auch wesentlich weniger gefährlich als der von Benzin.

Zentral notwendig ist es, neben dem Benzin Kraftstoffe zu entwickeln, damit den nachfolgenden Generationen eine gute Basis für deren Mobilität mitgegeben wird. Damit werden auch erhebliche Potentiale zur Verminderung der in die Luft abgelassenen Giftstoffe gehoben. Neben dem hier vorgestellten Flüssiggas kann auch normales Erdgas gut für die Verbrennung in den Kraftfahrzeugen eingesetzt werden. Die Nachfrage dafür ist jetzt schon in jedem Fall sehr stark im Steigen begriffen.

Noch vor wenigen Jahren galten Autos mit dem entsprechenden Antrieb als absolute Exoten im deutschen Straßennetz. Als im Jahre 2004 auf einer entsprechenden Messe der Kraftstoff zum ersten mal einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt wurde, fuhren auf den Straßen der Bundesrepublik gerade einmal 30.000 Fahrzeuge. Das Tankstellennetz war noch entsprechend löchrig. In Deutschland gab es gerade einem 600 öffentlich ansteuerbare Stationen für Autogas. Hier erforderte es zweifellos noch Pioniergeist, wenn man sein Fahrzeug entsprechend um­rüsten ließ. In den folgenden Jahren aber verlief die weitere Marktentwicklung stürmisch. Die Zahl der Tankstellen überschritt vor zwei Jahren die kritische Schwelle von 1000 Stück. Der Fahrzeugbestand sieht auf 70.000.

Zwischenzeitlich steht der Stand bei knapp einer Viertelmillion Fahrzeugen. Nach aktuellen Schätzungen werden 2015 mehr als eine Million Pkw den Autogasantrieb nutzen.

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